Ein 12-Jähriger versetzt die Tischtennis-Welt in Staunen

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Ein 12-Jähriger versetzt die Tischtennis-Welt in Staunen

Vor wenigen Tagen feierten die Medien eine Sensation im Tischtennis. Ein erst zwölf Jahre alter Spieler aus Niederösterreich gewann ein Match der Tischtennis Champions League. Julian Rzihauschek ist der Spieler der Stunde. Er gewann für seinen Klub in Wels das Spiel gegen Antoine Doyen in 3:2 Sätzen und entschied die Begegnung zum großen Erstaunen der Fachwelt für sich. Damit gelang dem Nachwuchs-Spieler eine wahre Sensation. Am Ende des Spiels legte er seinen Schläger auf die Platte des Tisches und brach anschließend in Jubel aus.

Sensation in der Champions League

Schauplatz war die Stadt Düsseldorf. Dort trat der Zwölfjährige mit seinen Kameraden für seinen Verein SPG Walter Wels gegen das Team von Roskilde Bordtennis BTK 61 aus Dänemark an. Die Begegnung endete zwar mit 3:1 für die Spieler aus Roskilde, doch den einzigen Sieg für die Österreicher holte sich ausgerechnet der jüngste Spieler im Team. Sein Erfolg im letzten Gruppenmatch vom SPG Walter Wels war die große Sensation.

Der Erfolg ist umso höher zu bewerten, als dass Julian Rzihauschek bereits 0:2 nach Sätzen zurücklag, als es ihm gelang das Match noch zu drehen. Drei gewonnene Sätze in Folge bedeuteten den überraschenden Sieg. Dabei hatte Rzihauschek seinen Start nur zahlreichen Krankheitsfällen im Team zu verdanken. Er war deshalb in das Aufgebot vorgerückt und nutzte seine einmalige Chance für den großen Auftritt. Alle anderen Spiele des Teams in der Gruppe waren zuvor klar mit 0:3 verloren gegangen. Mit dabei war auch der gleichaltrige Petr Hodina.

Extra von der Schule freigestellt

Üblicherweise spielt der neue Star von PSG Walter Wels in der zweiten Bundesliga, sein Teamkollege gar nur in der Landesliga. Für ihren großen Auftritt in Düsseldorf hatten die beiden zwölfjährigen von der Schule freibekommen. Zu diesem Anlass begleitete sie der sportliche Leiter Helmut Giglmayer. Die Schuldirektoren hatten ihren beiden Sportlern kurzfristig freigegeben, das ist keine Selbstverständlichkeit.

Der Verein hätte ohne den Einsatz der beiden Nachwuchs-Spieler Probleme bekommen. Schließlich standen nicht genügend Spieler für die Matches in der Champions League zur Verfügung. Bei einem Nichtantreten hätte SPG Walter Wels gar der Ausschluss aus allen europäischen Bewerben im nächsten Jahr gedroht. Rzihauschek und Hodinia haben also nicht nur spielerisch überzeugt, sondern auch ihren Verein gerettet. Das verlangt großen Respekt.

Extra von der Schule freigestellt
Extra von der Schule freigestellt

Der jüngste Sieger aller Zeiten

Die Tischtennis Champions League wird dieses Jahr aufgrund der Ereignisse in einem anderen Modus als üblich gespielt. Ähnlich, wie man es bereits vom großen Bruder Fußball kennt, wird der Bewerb diesmal als Turnier ausgespielt. Schauplatz ist die Stadt Düsseldorf, die alle Spiele austrägt. Julian Rzihauschek ist es gelungen sich mit seinem Sieg in die Geschichte der Tischtennis Champions League einzutragen. Er ist nicht nur der jüngste Teilnehmer bisher, sondern auch der Jüngste, der jemals ein Spiel in der Königsklasse des Tischtennis gewinnen konnte. Dementsprechend stolz waren sein Team, die Funktionäre und natürlich sein Mitschüler, die sich über diesen tollen Erfolg sehr freuten. Ob das der Start in eine große Tischtennis-Karriere war, wird die Zukunft zeigen.